Normandie, Frankreich (D-Day)
Würde man den Stränden der Normandie in Frankreich einen eigenen Namen geben wollen, so könnte man sie getrost 'Gedenken an die Operation Overloard' nennen. Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich eine Kultur der Erinnerung an die Befreiungsaktion „Operation Overloard“ in Nordfrankreich durch die Alliierten. Heute erinnern viele Mahnmale, Gedenkstätten, Museen und Friedhöfe an die Gefallenen und Überlebenden dieses Alliiertenbefreiungsschlages gegen die deutschen Besatzer. Der Beginn der Operation Overloard wird auch als D-Day bezeichnet. Es war der 4. Juni 1944, als die Alliierten mit ihren Truppen an der Küste der Normandie unter dem Codenamen Neptune landeten. Mit dem Begriff D-Day ist ein Decision Day, ein Delivery Day oder auch Debarkation Day gemeint.
Zwar gelang es den Alliierten relativ schnell an den Küsten Fuß zu fassen, aber der erbitterte Widerstand der Reichswehr trug dazu bei, dass sich die Kämpfe schnell weiter nach hinten ins Land verschoben und teilweise in einen Stellungskrieg entarteten. Dies trug dazu bei, dass die gesamte Operation Overloard fast zwölf Wochen dauerte.
Aufgrund der Verschiebungen der Kampflinien ins Hinterland, sind überall in der Normandie heute Gedenkstätten und Mahnmale zu finden. Unter anderem kann man in der Stadt Caen in der Normandie das Mémorial de Caen besichtigen. Es hat im Zuge der Operation Overloard deswegen eine besondere Bedeutung, weil eigentlich Caen zügig und schnell freigekämpft werden sollte, stattdessen leisteten die deutschen Besatzer so heftigen Widerstand, dass die Stadt fast völlig zerstört wurde und erst nach fast fünf Wochen befreit war. Heute kommen jährlich 400.000 Besucher in das Museum, das in seiner Ausstellung unter anderem detailliert und anschaulich über die Operation Overloard informiert. Bezeichnenderweise befindet sich in seinem Untergeschoss eine ebenso sehenswerte wie interessante Galerie der Friedensnobelpreisträger.
Überall im Hinterland und der Normandie selber sind Museen, Denkmäler und Soldatenfriedhöfe zu finden, die an die Befreiungsaktion der Alliierten erinnern. Deshalb ist eine Anreise mit dem Auto am sinnvollsten. Um nach Caen zu kommen, fährt man die A13/E46 westwärts. Wann immer man an einer besonderen Stelle stoppen möchte, einfach die nächste Ausfahrt ansteuern. Unterkünfte finden sich einfach links und rechts der Autobahn. Neben kleinen privaten Pensionen bietet die Normandie ebenso ein breites Spektrum an Hotels und Gasthöfen an.
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