? Kriegsschauplätze, Mahnmale & Gedenkstätten

Kriegsschauplätze, Mahnmale & Gedenkstätten

 

Ehemalige Kriegsschauplätze sind auch viele Jahre nach den tragischen Ereignissen, die dort stattgefunden haben, ein Ort des Erinnerns und Gedenkens. Dieses Erinnern und Gedenken soll den Frieden und die Freundschaft unter den Völkern stärken. Gräueltaten sollen nicht vergessen werden, sondern mahnend daran erinnern, dass Tod und Vernichtung zu allen Zeiten unendlich viel Elend über die Menschheit gebracht haben. Die Sicherung und Erhaltung des Friedens benötigt auch ein Wissen um den Krieg- Kriegsgeschichte und Kriegsforschung sind ein Beitrag zur internationalen Völkerverständigung und Stärkung des Friedens.

Um ehemalige Kriegsschauplätze dauerhaft zu Orten des Erinnerns zu machen, finden sich dort nicht selten Mahnmale und Gedenkstätten. Von Gedenkstätten spricht man, wenn es sich dabei um ein weitläufigeres Areal mit mehreren Gebäudekomplexen handelt, wie beispielsweise die Konzentrationslager des Dritten Reiches. Ein Mahnmal kann durchaus auch künstlerisch gestaltet sein, hier wäre beispielsweise das Holocaust-Mahnmal in Berlin zu nennen. Es kann aber auch eine Ruine sein, wie die ebenfalls in Berlin stehende Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Mahnmale und Gedenkstätten finden sich weltweit. Ihre eindringliche Wirkung ist von der Friedens- und Konfliktforschung längst nachgewiesen worden. So erinnert beispielsweise im Eingangsbereich des belgischen Fort Aubin-Neufchâteau ein Denkmal mit den Namen aller Soldaten, die beim Angriff auf das Fort im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, an ihren Einsatz. Ein Schaukasten neben dem Denkmal gibt detailliert Auskunft über Schlacht und bettet so die Namen der Toten in einen Geschehenszusammenhang ein. Auch Überreste der Schlacht und das Relikt einer Straßenblockade werden ausgestellt.

Nicht nur in Europa, auch in Amerika wird der Gefallenen der Kriege ehrend und mahnend gedacht. Auch des amerikanischen Bürgerkriegs, beim dem sich Landsleute der Nord- und Südstaaten untereinander aufgrund von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen - die in der Sklavenfrage kulminierten -, gnadenlos bekriegten, wird gedacht. So steht in Indianapolis, dessen Beiname auch Circle City ist, mitten im Herzen der Stadt das Monument Circle. Es erfüllt gleich eine zweifache Funktion, denn es soll an die Gefallenen des amerikanischen Civil War aber auch des mexikanisch-amerikanischen Krieges erinnern.

Wohin man schaut, die Erde ist überzogen von einem Netzwerk aus Mahnmalen und Gedenkstätten. Sie alle postulieren eines: "Den Leiden der Kriege gedenken, heißt den Frieden zu fördern."